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Liquiditätsplanung für KMU: Eine einfache Vorlage für die nächsten 12 Monate

KMU-Inhaber plant die Liquidität für die nächsten 12 Monate

Liquidität ist für ein KMU oft entscheidender als der Gewinn am Jahresende. Ein Unternehmen kann profitabel sein und trotzdem in Zahlungsschwierigkeiten geraten – etwa wenn Kunden spät zahlen, saisonale Schwankungen auftreten oder eine grössere Investition ansteht. Eine strukturierte Liquiditätsplanung schafft hier Klarheit: Sie zeigt frühzeitig, wann finanzielle Engpässe drohen, und schafft die Grundlage für rechtzeitige Entscheidungen – sei es bei den eigenen Ausgaben oder bei der Suche nach einer Finanzierung.

Was ist eine Liquiditätsplanung?

Eine Liquiditätsplanung stellt gegenüber, wann Geld ins Unternehmen fliesst und wann es das Unternehmen wieder verlässt. Im Unterschied zur Erfolgsrechnung, die Erträge und Aufwände nach ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit erfasst, arbeitet die Liquiditätsplanung mit tatsächlichen Zahlungsflüssen. Eine Rechnung, die Sie im Januar stellen, aber erst im März bezahlt bekommen, wirkt sich entsprechend erst im März auf Ihre Liquidität aus.

Für die Planung braucht es keine komplexe Software. Eine einfache Monatsübersicht über 12 Monate reicht in den meisten Fällen aus, um den Überblick zu behalten und rechtzeitig zu reagieren.

Die drei Bausteine jeder Liquiditätsplanung

  • Anfangsbestand: Wie viel liquide Mittel (Bankguthaben, Kasse) sind zu Beginn der Periode vorhanden?
  • Einnahmen: Alle erwarteten Zahlungseingänge – in erster Linie Kundenzahlungen, aber auch weitere Quellen wie Kapitaleinlagen oder Fördergelder.
  • Ausgaben: Alle erwarteten Zahlungsausgänge – Personal, Miete, Material, Versicherungen, Kreditraten, Steuern und weitere laufende Kosten.

Aus diesen drei Elementen ergibt sich der Liquiditätssaldo der Periode, und daraus wiederum der Endbestand – der zugleich der Startwert für den Folgemonat ist. Über zwölf Monate fortgeschrieben, entsteht so ein realistisches Bild der finanziellen Entwicklung Ihres Unternehmens.

Warum sich der Aufwand lohnt

  • Frühwarnsystem: Ein negativer Saldo über mehrere Monate hinweg lässt sich weit im Voraus erkennen – und rechtzeitig gegensteuern, statt erst zu reagieren, wenn das Konto bereits leer ist.
  • Bessere Entscheidungsgrundlage: Ob eine grössere Anschaffung, eine neue Anstellung oder eine Marketingkampagne finanzierbar ist, lässt sich anhand der Planung deutlich fundierter beurteilen.
  • Stärkere Position bei Finanzierungsgesprächen: Eine nachvollziehbare Liquiditätsplanung gehört zu den Unterlagen, die Kreditgeber – ob Bank oder digitaler Anbieter wie Kamuno – regelmässig sehen möchten. Sie zeigt, dass ein Unternehmen seine Zahlen im Griff hat, und beschleunigt damit die Prüfung einer Finanzierungsanfrage.

Die Vorlage

Die beigefügte Excel-Vorlage deckt zwölf Monate ab und ist in drei Abschnitte gegliedert: Einnahmen, Ausgaben und den daraus berechneten Liquiditätssaldo. Gelb hinterlegte Felder sind zum Ausfüllen gedacht, die übrigen Felder berechnen sich automatisch. Der Anfangsbestand jedes Monats übernimmt automatisch den Endbestand des Vormonats – Sie müssen ihn also nur für den ersten Monat eintragen.

So gehen Sie vor:

  • 1. Tragen Sie im ersten Monat Ihren aktuellen Kontostand als Anfangsbestand ein.
  • 2. Schätzen Sie für jeden Monat Ihre erwarteten Zahlungseingänge und -ausgänge – möglichst realistisch, nicht optimistisch.
  • 3. Prüfen Sie den berechneten Liquiditätssaldo pro Monat: Ist er über mehrere Monate negativ, lohnt sich ein genauerer Blick auf mögliche Massnahmen.
  • 4. Aktualisieren Sie die Planung regelmässig – am besten monatlich – mit den effektiven Zahlen, um die Genauigkeit für die Folgemonate zu verbessern.

Was tun, wenn die Planung eine Lücke zeigt?

Zeigt Ihre Liquiditätsplanung eine bevorstehende Engpasssituation, haben Sie im Vorteil, dass Sie frühzeitig reagieren können – etwa durch die Anpassung von Zahlungsfristen, das Verschieben von Ausgaben oder die gezielte Aufnahme einer Finanzierung. Gerade für kurzfristige oder saisonale Engpässe eignet sich ein flexibler Kreditrahmen, wie ihn Kamuno anbietet, besonders gut: Sie beziehen nur den Betrag, den Sie tatsächlich benötigen, und zahlen auch nur dafür Zinsen. Das macht die Überbrückung einzelner enger Monate deutlich planbarer als ein starrer Einmalkredit.

Fragen & Antworten

Was ist eine Liquiditätsplanung und wie unterscheidet sie sich von der Erfolgsrechnung?

Die Liquiditätsplanung arbeitet mit tatsächlichen Zahlungsflüssen: Wann fliesst Geld rein, wann wieder raus? Die Erfolgsrechnung erfasst Erträge und Aufwände nach wirtschaftlicher Zugehörigkeit. Eine Rechnung vom Januar, die erst im März bezahlt wird, wirkt sich in der Liquiditätsplanung erst im März aus.

Wie fülle ich die 12-Monats-Vorlage aus?

Tragen Sie im ersten Monat den aktuellen Kontostand als Anfangsbestand ein. Schätzen Sie pro Monat die erwarteten Ein- und Auszahlungen möglichst realistisch. Gelbe Felder sind zum Ausfüllen, die übrigen berechnen sich automatisch. Den Liquiditätssaldo monatlich prüfen und die Planung mit den effektiven Zahlen aktualisieren.

Was tun, wenn die Liquiditätsplanung eine Lücke zeigt?

Weil Sie die Lücke früh sehen, können Sie Zahlungsfristen anpassen, Ausgaben verschieben oder gezielt finanzieren. Für kurzfristige oder saisonale Engpässe eignet sich ein flexibler Kreditrahmen wie bei Kamuno: Sie beziehen nur den benötigten Betrag und zahlen nur dafür Zinsen.